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„Put this code into your functions.php“ – Lieber nicht!

Seit es WordPress gibt, gibt es auch Menschen, die damit Probleme haben. Größere oder kleinere. Darüber tauscht man sich aus, z.B. im Support-Forum von wordpress.org, aber auch in zahllosen anderen Foren findet man Hilfe.

Insofern es sich um ein Theme-bezogenes Problem handelt, helfen oft einige wenige Zeilen Code, um es zu beheben. Ein Hook, eine kleine Funktion, mehr braucht es oft nicht. Und was liest man im Zusammenhang mit diesen Lösungen fast immer? „Put this code into your functions.php“ oder auf Deutsch „Kopiere diesen Code in die functions.php deines Themes“.

Das ist Quatsch!

Die functions.php ist die „Schnittstelle“ zwischen Theme und dem „restlichen“ WordPress. Es ist, neben der style.css, die einzige Datei, die bei jedem Seitenaufruf geladen wird. Laut dieser Definition funktioniert sie wie ein Plugin, mit dem Funktionen des Themes geladen werden können.

Was bedeutet es nun in der Realität, wenn jeder Hack / jede Funktion / jedes Javascript in die functions.php geschrieben wird? Genau. Sie sieht am Ende aus wie ein öffentlicher Mülleimer während des Karnevals:

garbage

Anders ausgedrückt: sie ist überladen mit allen möglichen und unmöglichen Codeschnipseln, durch die sich ein Programmierer nur mit Mühe, wenn überhaupt, hindurchwursteln kann. Solche Dateien blähen sich nicht selten auf viele hundert, wenn nicht tausende Zeilen Code auf und machen ein Arbeiten und „Problemlösen“ zur reinsten Qual. Glaubt es mir, ich sehe es bei fast jedem Projekt, das ich übernehmen soll.

Was der WordPress-Codex leider verschweigt, was aber längstens eine „good practice“ sein sollte: in die functions.php gehören nur ein oder zwei Dinge! Folgende Beispiele wären möglich:

Pluginautoren schreiben den Code nur in seltenen Fällen in eine einzelne Datei. Denselben Ansatz sollten Theme-Autoren verfolgen! Für ihre eigene Produktivität, und aus Rücksicht auf die, die nach ihnen an dem Projekt arbeiten werden.

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